Beruf: Die Aufnahmeprüfung Musik

Du hast dich entschieden Musik zu studieren? Herzlichen Glückwunsch. Doch nicht so schnell: Bevor du das Musikstudium an deiner Wunschhochschule aufnehmen darfst, wartet auf dich die Aufnahmeprüfung. In diesem Artikel erfährst mehr darüber, was dich in dieser Prüfung erwartet und wie du dich darauf vorbereitest.

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Der Eignungstest Musik besteht aus vielen verschiedenen Teilen wie Musiktheorie, Gehörbildung, Musikpraxis

Der Eignungstest Musik

Der Eignungstest Musik der Hochschulen für Musik, umgangssprachlich auch Aufnahmeprüfung genannt, umfasst viele verschiedene Themengebiete. Er soll den Verantwortlichen des Fachbereichs Musik an der Hochschule zeigen, dass du das Studium in der dafür vorgesehenen Regelstudienzeit mit dem angestrebten Abschluss erfolgreich abschließen kannst. Aus diesem Grund ist der Begriff “Aufnahmeprüfung” auch eigentlich falsch, denn er suggeriert, dass du schon alles können und wissen musst. Es geht hier ausschließlich um die Eignung für das Studium Musik beziehungsweise den von dir angestrebten Abschluss.

Die Studienrichtung bestimmt dabei zugleich, was von dir beim Eignungstest erwartet wird. Der Test ist von Hochschule zu Hochschule verschieden und durchaus auch unterschiedlich schwer.

Für Bewerber, die ein Musikstudium mit instrumentalem Schwerpunkt anstreben, sind die Anforderungen am Instrument zumeist höher als bei denjenigen, die sich eher für Musikpädagogik interessieren oder Schulmusik. Gleiches gilt für Studienrichtungen wie Komposition, Jazz-Arrangement, Popmusik, Ton- und Bildtechnik, Tonmeister und so weiter.

Inhalte der Aufnahmeprüfung

Musiktheorie

Die Inhalte des Eignungstests Musik unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule eher in Details. Grob gesagt besteht jede Aufnahmeprüfung aus den folgenden Bereichen:

Im Bereich Musiktheorie erwartet man von dir die grundlegenden Kenntnisse der allgemeinen Musiklehre sowie der Harmonie- und Formenlehre. Grundkenntnisse in der allgemeinen Musiklehre besitzen die meisten Bewerber ohnehin, da sie ein fester Bestandteil ihres Musikunterrichts am Instrument waren. Spezifischer wird es hinsichtlich der Harmonielehre.

Erwartet wird der sichere Umgang mit Zweiklängen, Dreiklängen und Vierklängen. Intervalle sollten für dich kein Problem darstellen (erkennen und schreiben). Dreiklänge und Vierklänge sind zu bestimmen, zu schreiben und auch hinsichtlich ihrer Funktion innerhalb einer Folge von Akkorden (Kadenz) einzuordnen. Die Funktions- und Stufentheorie sollten dir keine Fremdworte sein. Du erkennst innerhalb einer Kadenz, welcher Akkord Tonika, Subdominante, Dominante oder eine Parallele zu diesen ist. Auch Doppeldominanten sind dir geläufig. Du weißt, was ein Dominantseptakkord ist und erkennst auch einen Quart- oder Sekundvorhalt.

Die Verschiedenen Schlüsse einer Kadenz wie Halbschluss, Ganzschluss etc. sind dir ebenfalls bekannt und du kannst die Tonart eines Stückes bestimmen.

Dur- und Moll-Tonleitern sowie modale Skalen sind dir bekannt und du kannst eine Tonfolge einer Skala zuordnen.

Eine einfache Melodie kann von dir mit Akkorden in Jazz-Schreibweise (z. B. C, C7, Dm, Am, F, G usw.) versehen werden.

Du kannst anhand von Funktionsbezeichnungen, Stufenbezeichnungen oder Generalbassbezeichnungen eine ein- oder zweistimmige Melodie zu einem vierstimmigen Satz nach Stimmführungsregeln (keine Quint- und Oktavparallelen, richtige Führung des Leittons) ausarbeiten und umgekehrt einen vierstimmigen Satz hinsichtlich seiner harmonischen Struktur analysieren und diese in Funktionsschreibweise darlegen.

Wenn du all diese Bereiche für dich bejahen kannst, bist du schon gut für den Test in Musiktheorie vorbereitet.

Gehörbildung

In der Gehörbildung geht es um das schnelle Erfassen von Melodien und harmonischen Strukturen nach Gehör. Auch das Erfassen von Rhythmen gehört zur Gehörbildung.

Fast immer erfolgt der Test in Gehörbildung in Form eines Diktats. In der einfachsten Form hörst du eine einstimmige Melodie, die es melodisch wie rhythmisch korrekt zu notieren gilt. Der Startton ist dabei vorgegeben (die meisten Menschen haben ein relatives und kein absolutes Gehör).

Es folgen in der Regel ein Rhythmusdiktat, bei dem Rhythmen vorgespielt werden, die du notieren musst, sowie ein Diktat mit Intervallen. Bei den Intervallen gilt es, Zweiklänge zu erkennen und zu notieren. Du bezeichnest entweder das gehörte Intervall (z. B. kleine Terz, übermäßige Quinte, kleine Septime, reine Quarte usw.) oder notierst es. Die zwei Töne des Zweiklangs werden manchmal gemeinsam, manchmal nacheinander gespielt.

Die dritte Stufe umfasst das Hören von Dreiklängen und Vierklängen sowie eines vierstimmigen Satzes. Hier ist es wichtig, die Struktur des Akkords zu erkennen (Umkehrung, Dreiklang/Vierklang, Lage des Grundtons) und zu notieren. Beim Hören des vierstimmigen Satzes handelt es sich oft um einen Choral, der dann entsprechend notiert werden muss.

Die Höraufgaben für die Gehörbildungsprüfung werden immer mehrfach vorgespielt (drei- bis viermal). Je komplexer die Aufgabe ist, desto häufiger wird die Höraufgabe vorgespielt. Bei einem vierstimmigen Choral darfst du davon ausgehen, dass dieser mindestens viermal, eher sogar fünfmal gespielt wird.

Die Aufgaben sind meistens recht kurz gehalten, sodass zugleich das Tongedächtnis überprüft werden kann. Vorgespielt werden die Aufgaben normalerweise am Klavier oder Flügel.

Musikgeschichte/Repertoire

In vielen Aufnahmeprüfungen werden Fragen zur Musikgeschichte und zum Repertoire gestellt. Dazu gehört zum Beispiel die Einordnung eines Komponisten und seiner Werke zu einer musikalischen Epoche (z. B. Bach und seine Werke in den Barock, Chopin in die Romantik, Mozart in die Wiener Klassik). Manchmal wird ein Werk kurz vorgespielt (meistens von CD) und du musst eine Einordnung vornehmen. Oft reicht die Nennung der Epoche. Es gibt aber auch Hochschulen, die ein gewisses Allgemeinwissen voraussetzen und die Nennung des Werks und des Komponisten verlangen.

Einige Hochschulen drucken einen kurzen Ausschnitt aus einer Partitur aus und  erwarten die Einordnung in eine Epoche und eine Einschätzung, um was es sich dabei handeln könnte (z. B. Streichquartett, Klavierkonzert, Sonate).

Bei Aufnahmeprüfungen im Bereich Pop/Rock/Jazz werden entsprechend genretypische Stücke verwendet, die dann nicht aus der “Klassik” (ernsten Musik) stammen.

Musikpraxis

Im musikpraktischen Teil der Aufnahmeprüfung geht es hauptsächlich um deine Fähigkeiten am Instrument – doch nicht nur. Je nach Studienrichtung musst du ein bis zwei Instrumente beherrschen oder singen können.

Vorzubereiten sind bis zu drei Stücke für dein Hauptinstrument und ein bis zwei Stücke für das Nebeninstrument, sofern erforderlich. Wird als Hauptfach Gesang gewählt, ist das Nebenfach meistens automatisch ein Tasteninstrument. Hat man als Hauptfach ein Tasteninstrument, muss das Zweitinstrument ein Instrument einer anderen Instrumentengattung sein. Hier unterscheiden sich aber die Anforderungen der einzelnen Hochschulen stark voneinander.

Gleiches gilt für den Schwierigkeitsgrad. Während in manchen Studienrichtungen grundlegende Fertigkeiten am Instrument erwartet werden, sind die Anforderungen in anderen Richtungen sehr hoch. Als angehender Konzertpianist wird von dir mehr erwartet als vom Bewerber auf einen Studienplatz für Schulmusik oder Ton- und Bildtechnik.

Neben dem Spiel deiner vorbereiteten Stücke erwartet dich meistens auch das Vomblattspiel eines dir unbekannten Stückes. Je nach Studienrichtung kann das ein einfacher Choral, ein Lied oder auch ein Jazz-Standard sein. In manchen Eignungstests muss der Bewerber ein mit Akkordsymbolen versehenes Stück stilsicher spielen, in anderen wird das Vomblattspiel ausnotierter Literatur erwartet.

Zum Bereich Musikpraxis gehört an manchen Hochschulen auch das Singen vom Blatt – unabhängig vom gewählten Instrument. Gesang spielt in der Musik eine große Rolle und es wird von vielen Musikern erwartet, zumindest grundlegende Kenntnisse im Gesang zu haben. Dazu gehört auch das Singen einfacher Melodien vom Blatt.

Fester Bestandteil der musikpraktischen Prüfung ist fast immer das Spielen von Kadenzen mit korrekter Stimmführung.

An manchen Hochschulen findet im Rahmen der praktischen Prüfung auch ein Interview statt und bei Bewerbern, die sehr gute Leistungen am Instrument gezeigt haben, aber in der theoretischen Prüfung oder der Gehörbildungsprüfung eher mittelmäßig abgeschnitten haben, wird manchmal auch zu diesen Bereichen noch etwas gefragt, sozusagen als zweite Chance.

Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung

Eigeninitiative

Die Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung sollte immer so frühzeitig wie möglich beginnen. Statt in Wochen sollte man eher in Monaten oder gar Jahren rechnen. Wer sich erst direkt nach dem Abitur entschließt, Musik zu studieren, sollte besser noch mindestens ein Jahr Vorbereitungszeit einrechnen (vorausgesetzt, dass die instrumentalen Fähigkeiten vorhanden sind und auch grundlegendes musiktheoretisches Wissen).

Die längste Zeit nehmen die Vorbereitung der Stücke für die musikpraktische Prüfung und die Gehörbildung in Anspruch. Ein gutes Gehör bildet sich nicht innerhalb weniger Tage oder Wochen heraus, sondern muss unablässig über einen langen Zeitraum geschult werden. Zum sicheren Erkennen von Intervallen, Akkorden, Rhythmen und Melodien per Gehör sollte eine Vorbereitungszeit von 12 Wochen mindestens eingerechnet werden.  Tägliches Üben vorausgesetzt.

Bevor du mit der Vorbereitung beginnst, lege fest, an welchen Musikhochschulen du den Eignungstest ablegen möchtest. Wie gesagt: Die Anforderungen unterscheiden sich zum Teil stark – nicht nur an einer Hochschule je nach Studienrichtung, sondern auch von Hochschule zu Hochschule. Lege immer Eignungsprüfungen an verschiedenen Hochschulen ab. Oftmals findet nur eine Eignungsprüfung pro Studienjahr statt. Schaffst du die Aufnahmeprüfung an der Hochschule A nicht, klappt es vielleicht an B oder C. Fällst du aber an Hochschule A durch, musst du mit großer Wahrscheinlichkeit ein komplettes Jahr lang warten, bevor die Prüfung wiederholen kannst.

Erkundige dich zu den Inhalten des Eignungstests Musik. Fast jede Hochschule stellt Materialien dazu online bereit (z. B. Probeklausuren, Beispielliteratur für die Musikpraxis, Literaturlisten mit Fachliteratur zur Vorbereitung). Verschaffe dir mit diesen Materialien einen ersten Überblick und ordne somit deine eigenen Kenntnisse ein. Anhand der dort genannten Anforderungen kannst du auch den zu erwartenden Schwierigkeitsgrad einschätzen und überlegen, wo du dich bewerben möchtest oder wo deine Aussichten auf Erfolg am größten sind.

Geh zur Studienberatung des Fachbereichs Musik, unterhalte dich mit anderen Studenten, die schon angenommen wurden und sprich mit den Studenten der Fachschaft Musik der jeweiligen Hochschule. Erfrage, ob Vorbereitungskurse für den Eignungstest Musik vom Fachbereich Musik oder der Fachschaft Musik angeboten werden und wann diese stattfinden.

Bereite dich mit einem Musiklehrer auf die Prüfung vor. Städtische Musikschulen bieten dazu meistens einen zweijährigen Kurs an (“Vorberufliche Fachausbildung”), in dem alle Elemente der Aufnahmeprüfung enthalten sind (Unterricht an zwei Instrumenten, Gesangsunterricht, Theorieunterricht, Gehörbildung). Hast du Musikunterricht bei einem Privatlehrer, besprich mit diesem deinen Wunsch, Musik zu studieren frühzeitig. Nur so kann dich dein Lehrer beraten und auch gut vorbereiten.

Für die Gehörbildung gibt es zahlreiche Apps und Programme. EarMaster ist zum Beispiel eines davon. Auch für das Erlernen der Harmonielehre gibt es zahlreiche Tools und vor allem viele Bücher. Ein Abstecher in die Stadtbücherei kann nicht schaden. Für die Auswahl der Stücke kann man sich an den Vorschlagslisten des Wettbewerbs “Jugend musiziert” orientieren. Stücke aus den Kategorien “mittelschwer” und “schwer” sind ein guter Anhaltspunkt für das Niveau, das du bei der Aufnahmeprüfung Musik zeigen können solltest. Spielen musst du bei längeren Werken immer nur einen Auszug, also zum Beispiel einen Satz einer Sonate. Kürzere Stücke spielst du komplett.

Der wichtigste Faktor für das erfolgreiche Bestehen der Eignungsprüfung Musik ist ein hohes Maß an Eigeninitiative über den Musikunterricht hinaus. Wer sich nie mit Musiktheorie, Musikgeschichte, Gehörbildung, Arrangement, Komposition und mehr auseinandergesetzt hat, sollte sich fragen, ob der Wunsch Musik zu studieren überhaupt ernsthaft besteht. Fast alle Musikstudenten sind schon viele Jahre vor Aufnahme des Studiums von einem Drang erfüllt, sich in ihrer Freizeit mit allem intensiv zu beschäftigen, was irgendwie mit Musik zu tun hat. Sie spielen in Ensembles und Bands, verbringen viel Zeit mit ihrem Instrument, schreiben selbst Noten und erstellen Arrangements oder komponieren, schulen ihr Gehör, singen in Chören und vieles mehr. Andere beschäftigen sich mit Homerecording oder Beschallungstechnik (oder beidem). Wenn dich all das nie interessiert hat, warum möchtest du dann Musik studieren?

Bin ich geeignet?

“Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet!”, so dichtete einst Schiller in seiner Ballade “Das Lied von der Glocke”. Ein bestandener Eignungstest Musik darf nicht darüber hinwegtäuschen, ob du wirklich für das Musikstudium und das Leben als Berufsmusiker, Toningenieur, Tonmeister oder Musikpädagoge geeignet bist.

Das Musikstudium verlangt von dir einerseits die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Musik (es ist ein wissenschaftliches Studium), was wie bei jedem anderen Studium viele Stunden mit Fachliteratur in der Unibibliothek für dich bedeutet. Wer nicht gerne liest, nicht gerne forscht und nicht in der Lage ist, Zusammenhänge und Widersprüche zu erkennen, sollte ein Studium überhaupt gar nicht erst in Erwägung ziehen – auch kein Musikstudium.

Das Musikstudium erwartet von dir, innerhalb von acht Semestern ein hohes Niveau an deinem Instrument/deinen Instrumenten zu erreichen. Sehr regelmäßiges Üben, teils mehrere Stunden täglich vor Prüfungen und eine intensive Auseinandersetzung mit der zu spielenden Literatur gehört dazu. Wer sich im Musikunterricht kaum aufraffen kann, eine halbe Stunde täglich mit dem Instrument zu verbringen oder überhaupt täglich zu üben, hat im Musikstudium nichts zu suchen. Hier geht es um den Fortschritt, den du am Instrument innerhalb der Studienzeit erzielst. Die Erwartungshaltung der Professoren und Dozenten ist teils immens hoch. Am Abschluss des Studiums erwartet dich eine künstlerische Prüfung. Das Niveau, das hier von Studenten erreicht wird, ist oft sehr hoch und es muss deutlich gesagt werden: Es gibt einen Konkurrenzkampf der Studierenden untereinander, auch wenn es gerne abgestritten wird. Dieser führt zu einem hohen Druck, dem du standhalten musst.

Das Musikstudium besteht aus vielen Fächern wissenschaftlicher wie praktischer Natur. Natürlich hast du sechs bis acht Semester lang Unterricht an deinen Instrumenten, Gesangsunterricht, Ensemblespiel und so weiter. Hinzu kommen oft praktische Fächer wie Orchesterleitung, Chorleitung, Bandleitung und mehr. Mittlerweile wird in modernen Studienrichtungen auch viel Tonstudiotechnik unterrichtet und manchmal sogar Beschallungstechnik. Doch auch Fächer wie Systematische Musikwissenschaft, Musikgeschichte, Harmonielehre, Jazz-Harmonielehre, Arrangement, Komposition, Musikpädagogik, Gehörbildung, Musikbusiness und mehr gehören zum Musikstudium. Manche sind sehr wissenschaftlich und trocken (Systematische Musikwissenschaft, Musikgeschichte, Musikpädagogik zum Beispiel), andere eher praktisch orientiert. In all diesen Fächern werden auch Prüfungen geschrieben und sie begleiten dich dein ganzes Studium lang.

Musikstudium und dann?

Eigentlich gehört das Thema in einen anderen Artikel, doch vor der Eignungsprüfung solltest du dir bereits die Frage stellen, was du nach dem Musikstudium machen möchtest? Oftmals wird diese Frage auch von den Professoren im Rahmen der praktischen Prüfung während eines kleinen Interviews gestellt. Du solltest darauf eine Antwort parat haben – und das nicht nur für den Prüfungstag, sondern generell für dich selbst. Am Ende des Studiums drückt man dir einen Abschluss in die Hand (hoffentlich), aber keinen Job. Der erste Weg nach deinem Studium führt zur Agentur für Arbeit und du wirst dort sehr mitleidige Blicke ernten.

Feste Jobs für Musiker gibt es kaum. Die meisten Städtischen Musikschulen stellen gerade einmal Honorarkräfte an und selbst fest angestellte Musiklehrer (ist das überhaupt dein Ziel?) verdienen wenig Geld. Stellen für Orchestermusiker sind rar gesät und davon abgesehen musst du erst einmal ein Orchesterinstrument spielen. Der Weg nach dem Musikstudium führt für viele zunächst in die Arbeitslosigkeit und dann in die Selbstständigkeit. Befasse dich deshalb vor deiner Eignungsprüfung mit diesen Themen und sei dazu bereit, diesen Weg zu gehen. Bist du es nicht, kannst du dir die Eignungsprüfung und die Zeit der Vorbereitung darauf sparen. Eine Alternative wäre dann das schulmusikalische Studium für die Primarstufe, Sekundarstufe I oder II. Hier steht nach dem Studium allerdings noch ein Referendariat an, das deutlich härter ist als das Studium selbst und die eigentliche Herausforderung darstellt. Dein späterer Alltag als Lehrer wird auch mit dem Alltag eines Musikers nur untergeordnet zu tun haben. Auch in anderen “Spielarten” der Musik wie zum Beispiel Ton- und Bildtechnik, Musikjournalismus, Musikwissenschaft etc. gibt es kaum Jobs im Angestelltenverhältnis. Berücksichtige das bei deinen Planungen. Du findest hier auf Music Sensei viele Artikel, die sich mit dem Berufsalltag von Musikern befassen. Lies sie und verschaffe dir einen Überblick über das, was dich später erwartet. Genau dafür habe ich diese Internetseite geschaffen. Nichts ist schlimmer als eine Ausbildung, die man später bereut.

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