Rhythmus: Triolen 2 gegen 3 spielen

Hast du Probleme damit, Vierteltriolen gegen Viertelnoten zu spielen? Dann ist das hier der richtige Artikel für dich! Nach dem Lesen dieses kurzen Artikels wird das Spielen von Triolen mit 2 gegen 3 kein Problem mehr für dich sein. Versprochen!

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Rhythmik ist ein wichtiger Bestandteil des Musikerdaseins. Insbesondere komplexe Rhythmen bereiten Musikern Probleme.

Vierteltriole: das Problem

Während bei einer Achteltriole die meisten Musiker keine großen Probleme haben, diese zum Metronom richtig zu spielen, wird es bei einer Vierteltriole schon komplexer. Das Problem ist, dass die drei Anschläge der Vierteltriole gegen zwei Metronomschläge gespielt werden müssen – und das schön gleichmäßig, sodass alle Töne der Vierteltriole gleich lang sind. Versuche, den Rhythmus auszuzählen, scheitern oft kläglich.

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Das Problem: Vierteltriolen sollen gegen die Viertelschläge des Metronoms oder eine Viertelbegleitung gespielt werden. Es gilt das Prinzip 2 gegen 3. Wie soll man das zählen?

Nun hat wahrscheinlich auch dein Klavierlehrer schon alle möglichen Dinge versucht, um dir den richtigen Rhythmus mit der exakten Aufteilung der Triolenviertel auf die Metronomschläge zu entlocken. Vielleicht bislang ohne Erfolg.

Vielleicht hast du mit lustigen Worten versucht, den Rhythmus auszuzählen. Für den oben notierten Rhythmus könntest du es mit “Ei-er-likör Ei-er-likör” ausprobieren.

Ist dir das auch zu doof? Kann ich verstehen! Darum zählen wir einfach richtig. Doch wie?

Andere Taktart, gleicher Rhythmus, andere Zählweise

Vielleicht hast du schon mal davon gehört, dass man einen Rhythmus in verschiedenen Taktarten notieren kann. Klanglich ändert sich dann nichts, aber die Notation sieht anders aus.

Machen wir uns zunutze, dass eine Triole einer ungeraden Taktart wie einem Dreiertakt (Tripeltakt) viel näher ist als einer geraden Taktart wie dem 4/4-Takt. Notieren wir den oben gezeigten Rhythmus zum Beispiel in einem zusammengesetzten Dreiertakt wie dem 6/4-Takt, sieht das folgendermaßen aus: 

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Der 2 gegen 3 Triolenrhythmus umnotiert als 6/4-Takt

Wie du oben unschwer erkennen kannst, werden bei der Umschreibung in einen 6/4 Takt aus den zwei Vierteltriolen normale Viertelnoten. Aus den Viertelnoten in der linken Hand werden hingegen punktierte Achtelnoten. Der Vorteil: Nun wird der Rhythmus plötzlich zählbar und du solltest keine Probleme damit haben, den 2 gegen 3 Rhythmus in seiner in den 6/4-Takt umnotierten Fassung zu spielen. Probier es doch direkt mal aus!

Und? Hat es geklappt? Vergleiche jetzt dein Ergebnis mit der folgenden Aufnahme. Lass dich nicht davon irritieren, dass bei einem gleichbleibenden Tempo der 6/4-Takt selbstverständlich langsamer erscheint. Es geht hier ausschließlich um den Rhythmus, nicht um das Tempo!

Du kannst nun gerne statt 1 2+ 3 4 5+ 6 auch weiterhin Ei-er-likör Ei-er-likör sprechen. Mir gefällt es aber besser, wenn man einfach wie gehabt zählen kann.

Natürlich funktioniert diese Methode auch bei Achteltriolen, wenn diese gegen zwei Achtel gesetzt sind:

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Umschreibung von Achteltriolen gegen Achtel mit Zählzeiten

Üben, üben, üben

Spiele nun diesen 3 gegen 2 Rhythmus mit Viertel- oder Achteltriolen so häufig wie möglich. Spiele die Triolen auch mal mit der linken Hand und setze sie gegen einen binären Rhythmus in der rechten Hand. Präge dir die entstehende Polyrhythmik gut ein, sodass du sie demnächst, wenn sie dir in einem Stück begegnet, sofort umsetzen kannst. Übung macht bekanntlich den Meister und den Triolen-Schwarzgurt bekommst du erst nach vielen, vielen Wiederholungen.

Fazit

Ternäre Rhythmen wie Triolen sorgen bei Schülern  immer wieder für Probleme und insbesondere die gleichzeitige Ausführung gegen einen binären Rhythmus ist nicht unproblematisch. Das Umschreiben in eine andere Taktart macht das, was zuvor “unzählbar” schien nun zählbar und begreifbar. Plötzlich ist die Ausführung überhaupt kein Problem mehr. Mit etwas Übung gelingt die sofortige Umsetzung derartiger Polyrhythmik in Zukunft ohne Probleme.

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