Gitarre: Immer mehr – Lothar Kosse

Der schöne Lobpreis-Song “Immer mehr” von Lothar Kosse lädt geradezu zum Experimentieren mit verschiedenen Arrangements für die Gitarrenbegleitung ein. Ob du nun dich selbst beim Singen begleitest oder den Song innerhalb einer Band im Gottesdienst spielen möchtest, die folgende Begleitung ist schnell zu erlernen und klingt gut. Das Video hilft dir beim Umsetzen der Spieltechniken. Die Noten/Tabulatur/Akkordsymbole sind am Ende der Seite verlinkt.

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Das Intro – Flageolett

Das Intro besteht nur aus zwei einfachen Akkorden, die ich als Arpeggio mit dem Plektrum spiele. Du könntest sie auch stattdessen mit den Fingern zupfen. Da aber der Chorus in jedem Fall mit dem Plektrum gespielt wird, habe ich mich für das Spielen der Arpeggios mit dem Plektrum entschlossen.

Arpeggios mit dem Plektrum zu spielen erfordert mehr Konzentration und Übung als das Finger Picking, weil es schwerer ist, die einzelnen Seiten zu treffen und das Plektrum kontinuierlich bewegt wird. Die Wegstrecke zwischen dem Basston und den Tönen auf den Diskantsaiten ist je nach Akkord immer verschieden lang, man muss das also gut im Gefühl haben, wenn man nicht dauerhaft auf die Saiten schauen möchte.

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Die beiden einfach zu spielenden Akkorde Em und Cmaj7 für das Intro

Der interessanteste Part ist der letzte Takt des Intros. Hier verwende ich sogenannte Flageoletts. Flageoletts sind glockenartige Töne, die sich an verschiedenen Positionen auf der Gitarre wiederfinden. Du findest die natürlichen Flageoletts zum Beispiel über dem Bundstäbchen im 5. Bund, im 7. Bund und im 12. Bund. Für diesen Song habe ich die Flageoletts im 12 Bund ausgewählt.

In den Noten sind sie durch Rauten-Notenköpfe gekennzeichnet, in der Tabulatur durch spitze Klammern.

Zum Erzeugen der Flageoletts berührst du die Saite über dem Bundstäbchen im 12. Bund, genauer gesagt über dem Bundstäbchen, das den 12. Bund vom 13. Bund trennt. Berühre die Saite nur leicht und schlage sie dann an. Nun kannst du den Finger von der Saite nehmen und du hörst den Flageolett Ton.

Spiele das Intro mehrfach im langsamen Tempo und übe vor allem das Treffen der Saiten mit dem Plektrum.

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Flageolett Töne in der Notenschrift und der Gitarrentabulatur

Hier nun einmal das komplette Intro als Noten/Tabulatur und mit Akkordsymbolen:

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Das komplette Intro ausnotiert in Noten, Tabulaturschreibweise und Akkordsymbolen

Strophe mit Hammer On und Pull Off

In der Strophe nutze ich eine Legato-Technik für das Spielen des Dsus2/D Arpeggios. Um auf der Gitarre legato spielen zu können, dürfen die Töne nicht angeschlagen werden. Stattdessen nutzen wir die Spieltechniken Hammer On und Pull Off.

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Legatospiel mit Hammer On und Pull Off

Hammer On

Beim Hammer On schlägst du beim Wechsel von einem tiefen zu einem höheren Ton den höheren Ton nicht an, sondern hämmerst stattdessen mit dem Finger der Greifhand in den entsprechenden Bund. Durch das Hämmern wird der Ton erzeugt. Je mehr Energie du beim Hämmern aufbringst, desto lauter klingt der Ton.

Pull Off

Pull Off ist das Gegenstück zum Hammer On und beschreibt die Technik zum Spielen eines tieferen Tons als den Ausgangston ohne die Saite anzuschlagen. Stattdessen greifen wir gleichzeitig den höheren und den tieferen Ton auf derselben Saite und ziehen nach dem Spielen des höheren Tons dessen Finger nach unten von der Saite weg. Achtung: Hebe nicht den Finger einfach nach oben ab, dann wird die Technik kaum zu hören sein. Ziehe den Finger nach unten von der Saite. Schau dir dazu auch das Video unten an.

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Ein Auszug aus der Strophe in Noten, Tabulatur und Akkordschreibweise

Angeschlagen wird die hohe e-Saite beim Dsus2-Akkord also nur ein einziges Mal, dann hämmern wir mit dem Finger in den 2. Bund, um das Fis zu erzeugen und ziehen den Finger sofort wieder von der Saite runter, um erneut die leere e-Saite zum Klingen zu bringen. Hier einmal die komplette Strophe im Überblick:

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Die Strophe von Immer mehr in Tabulatur, Notenschrift und Akkordschreibweise

Chorus mit Palm Mute

Palm Mute ist eine Technik zum Abdämpfen der Saitenschwingungen. Dabei berührst du mit der Anschlaghand beim Spielen die Saiten in der Nähe des Stegs. So lassen sich treibende Rhythmen erzeugen. Du kennst den Effekt vielleicht von Liedern wie Marmor, Stein und Eisen bricht. Auf der E-Gitarre gehört das Palm Muting fest zu den Grundspieltechniken des Gitarristen. In den Noten wird das Palm Muting durch das Kürzel P.M. gekennzeichnet.

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Im Chorus setze ich für mehr Abwechslung Palm Mutes ein

Video und Noten/Tabulatur

Das untenstehende Video ist im Rahmen einer Unterrichtsstunde entstanden und zeigt alle oben gespielten Techniken. So kannst du alles besser nachvollziehen. Hast du Fragen zu den Spieltechniken? Dann schreibe sie für alle ins Forum. So hat jeder etwas von der Antwort und auch andere Schüler können dir antworten.

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